Auf der Hochzeit flirten? So geht's
Juni 28, 2016 | in: Blog

Flirten auf der Hochzeit: So gehst du mit einer eigenen Braut nach Hause

Auf einer Hochzeit stehen Braut und Bräutigam im Mittelpunkt – fürs Liebesleben der Gäste ist da eigentlich kein Platz. Andererseits: Wer sagt denn, dass ein bisschen Flirten nicht trotzdem erlaubt sein darf? Vielleicht feierst du ja selbst bald deinen Junggesellenabschied in Hamburg, Prag oder Amsterdam?

Denn wenn du es dir mal genau überlegst, bietet sich eine Hochzeit doch regelrecht als Revier für all jene an, die Jagd auf einen süßen Hasen machen wollen. Die Gäste – vor allem bekanntlich die Frauen – sind in romantischer Stimmung, denn was gibt es schon traumhafteres, als dass zwei Liebende heiraten?

Und außerdem kannst du sicher sein, dass du auf einer Hochzeit jede Menge Frauen in deinem und dem Alter des Brautpaares triffst – und ein paar Singles, die genauso traurig sind wie du, dass sie ohne Begleitung zur Feier kommen mussten, sind immer dabei.

Deshalb unser Tipp: Wenn du gerade ohne bessere Hälfte durchs Leben schlenderst und eigentlich auf der Suche nach deiner Traumfrau bist, dann sieh eine Hochzeitseinladung als große Chance.

Damit du diese aber nicht nutzlos verstreichen lässt, solltest du dich gut vorbereiten und außerdem auf der Hochzeit selbst keine Fehler machen. Unsere acht Tipps sollen dir helfen, dass das gelingt:

Bereite dich gut auf den Tag vor

Das Szenario auf der Hochzeitsfeier ist im Allgemeinen Folgendes: Du kommst an – und dann verteilen sich da 100 Menschen (oder noch mehr) im Raum oder im Garten. Und du kennst davon vielleicht zehn, wenn es hoch kommt.

Das Gute: Die anderen, die du nicht kennst, sind potenzielle Flirtkandidaten. Das Schlechte: Du weißt rein gar nichts über sie – vor allem nicht das alles Entscheidende, nämlich ob sie Single sind oder in einer Beziehung. Vorbereitung ist deshalb alles.

So kommt ihr euch näher

Versuche, im Vorfeld herauszufinden, wer auf die Hochzeit kommt, und sammle Informationen über die Gäste. Das muss ja nicht gleich in Stalking ausarten, sondern es genügt, wenn du Freunde fragst, wer denn die anderen Frauen sind. So bekommst du einen ersten Eindruck davon, wen anzuflirten sich für dich denn lohnen könnte.

Beziehe das Brautpaar mit in dein Vorhaben ein

Der Bräutigam oder auch die Braut sind deine Verbündeten. Natürlich ist es nicht ihr Plan, an ihrem Hochzeitstag dich unter die Haube zu bringen – dafür fehlt ihnen sicher einfach der Nerv – aber ein bisschen Hilfe können sie dir durchaus zuteil werden lassen.

Zum Beispiel solltest du schon bei deiner Zusage mitteilen, dass du allein kommen wirst und sehr gern an einem Tisch mit anderen jungen Singles sitzen würdest – falls es sowas gibt. Dort kommst du dann schnell mit potenziellen Partnern zwanglos ins Gespräch.

Auch kannst du das Brautpaar bitten, dich interessanten Single-Frauen vorzustellen. Da Braut und Bräutigam alle Gäste sehr gut kennen, wissen sie auch, wer aktuell alles zu haben ist – und können vor allem besser als jede Partnervermittlung ganz gut entscheiden, wer zu dir passen könnte und wer nicht.

Lasse dir vom Brautpaar vorher ein paar Tipps geben

Mache dich im Kopf frei

Auch mental musst du dich auf deine Schürzenjagd vorbereiten, die aber auf keinen Fall wie eine solche wirken darf. Das geht schon damit los, dass du dir bewusst sein musst, aktiv mit fremden Leuten reden zu wollen.

Wir kennen das ja alle: Wenn wir auf einer Party eingeladen sind, hängen wir doch meist nur mit den Menschen ab, die wir schon kennen – nur lernt man so halt schwer neue Menschen kennen.

Du musst dich also zwingen, auch auf Fremde zuzugehen, was natürlich vor allem für Introvertierte eine echte Herausforderung sein kann.

Smalltalk hilft beim Flirten immer

Deine Trumpfkarte heißt Smalltalk

Im Grunde ist es auf jeder Party das Gleiche: Du musst halt mit anderen Leuten reden. Und da du am Anfang nicht wissen kannst, ob die süße Blondine, die dir gerade gegenübersteht, deine Leidenschaft für Computertechnik oder Kants kategorischen Imperativ teilt, fängst du halt mit leichten, unverfänglichen Themen an, zu denen jeder etwas sagen kann.

Gerade auf einer Hochzeit liegen diese massenhaft herum – du musst dich nur noch für eines oder zwei davon entscheiden. Das schöne Kleid der Braut, die Emotionen des Bräutigams, die traumhaft schöne Location: Die von dir angeflirtete Frau wird sich freuen, dass du durch derartige Beobachtungen einen gewissen Sinn für Romantik unter Beweis stellst.

Nach und nach wechselt ihr in Richtung anderer Themen, bei denen sich zeigen könnte, dass ihr gemeinsame Interessen habt. Nick Hornby bringt es in seinem Beststeller „High Fidelity“ auf den Punkt: „What really matters is what you like, not what you are like. Books, records, films: these things matter.“

Nicht erstarren, sondern beweglich bleiben

Bist du erstmal mit einer Frau ins Gespräch gekommen, beginnt ein etwas anstrengenderer Teil: Du musst dafür sorgen, dass es nicht langweilig wird – also die Suppe am Köcheln halten. Allein mit Reden wird das wohl nichts werden.

Sucht euch ein ruhiges Eckchen auf der Hochzeit

Bring ein wenig Schwung rein und sorge dafür, dass ihr euch weiter kennen lernt – und das geht ganz gut, wenn ihr euch aus möglichst verschiedenen Perspektiven seht. Bleib also mit der Frau nicht die ganze Zeit an der gleichen Stelle stehen, sondern frage sie zum Beispiel, ob sie mit raus in den Garten kommen oder einen kleinen Spaziergang machen will.

Du wirst merken: Danach redet es sich noch viel lockerer und entspannter. Flirtexperte Mathew Lovel erzählt in einem Focus-Beitrag, dass Abwechslung das A und O ist. Wenn man sich näher kommen möchte, muss man Situationen schaffen, in denen das gelingen kann. Vielleicht gibt es ja ein paar Hochzeitsspiele, bei denen ihr euch ungezwungen näher kommen könnt.

Tanzen, Tanzen, Tanzen

Gerade Männer tun sich ja mitunter schwer damit, ungezwungen auf die Tanzfläche zu gehen und loszuzappeln. Wenn du nicht gerade italienisches, spanisches, portugiesisches, griechisches oder wer weiß welches Blut in dir hast, dann kennst du das Problem eventuell.

Macht auf einer Hochzeit aber nichts, denn dort tanzt nun einmal jeder, egal ob er kann oder nicht. Du musst dich also nicht schämen und kannst dich einfach zwischen Großeltern, Onkels und Schulkinder mischen und mittanzen. So ergibt sich für dich auch die Chance, die von dir ausgeguckte Frau „anzutanzen“. Oder du forderst sie gleich ganz aktiv zum Tanz auf.

Beim Tanzen könnt ihr euch näher kommen

Vorsicht: Der erste Tanz sollte nicht gerade zur Schmusenummer stattfinden, bei der Nähe vorprogrammiert ist – auch wenn du das gern so hättest. Erstmal solltest du auf einen gewissen Abstand achten und deiner Auserwählten auch die Möglichkeit lassen, sich selbst zu entscheiden, ob sie bei einem zweiten oder dritten Tanz näher an dich ranrücken möchte. Will sie es nicht, dann hast du das zu akzeptieren.

Ein paar alte Tricks zum Flirten

Das mit dem Flirten ist ja nichts Neues – es gibt natürlich ein paar altbewährte Bausteine, die du immer verwenden kannst: Gib der Frau, die du gern kennen lernen möchtest, ein Getränk aus. Sei im Gespräch einfach du selbst und zeige vor allem Humor – denn jede Frau lacht gern.

Und wenn die Feier dann irgendwann zu Ende geht und du – rein zufällig – zur gleichen Zeit wie sie ins Hotel aufbrechen willst, kannst du ihr anbieten, dass ihr euch ein Taxi teilt. Vielleicht teilt ihr ja danach sogar noch etwas mehr…

Der Morgen danach

Wie soll es weitergehen

Ganz am Schluss kannst du noch einmal sehr viel falsch machen. Du hast eine Frau getroffen, dich super mit ihr unterhalten, sie hat selbst Signale gesendet und ihr hattet den perfekten Abend – und jetzt vergesst ihr, eure Telefonnummern zu tauschen.

Das heißt: Wenn es dumm läuft, seht ihr euch nie wieder. Pass bloß auf, dass das nicht passiert. Du würdest dich ein Leben lang darüber ärgern. Nicht immer wird dir das Brautpaar im Nachhinein nämlich noch aus der Patsche helfen können…


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