Interview mit unsere Junggesellenabschied Guide Keni
März 17, 2016 | in: Blog

Guide-Interview: Keni – unsere Superheldin in Budapest

Dafür, dass der Junggesellenabschied reibungslos abläuft, sorgen bei Pissup europaweit mehr als 100 Guides. Sie planen nicht nur euer Party-Wochenende, sondern begleiten euch auch zu den Aktivitäten, geben euch Tipps und bringen euch durch die Nacht. Euer Vorteil: Ihr müsst euch um nichts kümmern und könnt sorgenfrei feiern.

Eine der Guides ist Keni aus Budapest. Die 24-Jährige arbeitet seit vier Jahren für Pissup in Budapest und kennt die Stadt wie ihre eigene Jackentasche. Wir haben sie gefragt, was sie als Junggesellenabschied-Guide so macht.

Unser JGA-Guide in Budapest: Keni

Keni ist unsere JGA-Superheldin in Budapest.

Sag mal, Keni, du hast in deinen vier Jahren als Junggesellenabschied-Guide in Budapest sicher schon allerhand erlebt. Was war deine lustigste Party?

Es ist schwer, da eine der Gruppen herauszugreifen. Ich schaffe es eigentlich immer, mit den Jungs viel Spaß zu haben. Besonders lustig ist es immer dann, wenn Kostüme im Spiel sind – da gerät man ganz automatisch in witzige Situationen. Einmal hatte ich eine Gruppe von zehn Leuten, und jeder von denen trug ein anderes Superhelden-Outfit. Sogar für mich hatten sie eins mitgebracht. So sind wir also durch die Straßen von Budapest gelaufen, als wären wir direkt einem Marvel-Comic entsprungen.

Was sind deine Aufgaben als Guide?

Oh, da gibt es praktisch unendlich viele. Im Grunde bin ich eine Art Super-Nanny und sorge dafür, dass die Herde beisammen bleibt. Oft hole ich die Jungs direkt vom Flughafen ab. Im Minibus oder in der Limo geht es dann zum Hotel und ich halte meine Willkommensrede. Dabei gebe ich ein paar Grundinfos zum Thema Sicherheit, erzähle ein bisschen was zum Nachtleben und über die Stadt.

Im Hotel warte ich, bis sie eingecheckt haben. Und dann hängt alles davon ab, wann die erste Aktivität ansteht. Dann bin ich natürlich wieder am Start. Wir haben da ja jede Menge im Angebot, von Gokart über Schießen bis zum Pub Crawl.

Meine Aufgabe ist es, sie dorthin zu bringen, wo das Ganze steigt, und dafür zu sorgen, dass sie das bekommen, wofür sie bezahlt haben. Ach ja: Und ich achte auch darauf, dass sie sicher sind und am Leben bleiben – bin also so eine Art Schutzengel.

Das ist sicher nicht immer ganz leicht in einer Stadt, in der der Alkohol nicht allzu teuer ist…

Stimmt. Fast alle buchen ja bei uns den Pub Crawl. Die Getränke in Budapest sind im Durchschnitt etwa drei Mal billiger als zum Beispiel in London. Deshalb sind die Jungs meistens so happy, dass sie bereits in der ersten Stunde so viel Alkohol trinken, wie sie sonst in einem ganzen Monat konsumieren.

Als gute Nanny achte ich natürlich darauf, dass sie es nicht allzu übertreiben und vor allem vorher ausreichend essen – Steak oder eine ungarische Spezialität – um eine Grundlage zu schaffen.

Drinks sind in Budapest günstig wie fast nirgendwo

Wie reagieren die Jungs eigentlich, wenn sie merken, dass ihr Junggesellenabschied-Guide eine Frau ist?

Sie sind normalerweise überrascht, wenn sie sehen, dass da eine Frau am Flughafen oder im Hotel auf sie wartet. Sie denken, wenn sie meinen Namen lesen, dass ich ein Kerl bin. Ich finde es dabei immer lustig, wenn wir uns zum ersten Mal sehen und sie ganz überrascht sind. Meinen Namen kann man sich aber zumindest leicht merken, da ich wie der eine Typ aus „South Park” heiße.

Warum braucht es überhaupt einen Guide, der die Junggesellenabschied-Gruppen begleitet?

Das habe ich mich am Anfang auch gefragt. Warum sollte eine Gruppe junger Männer mich als Frau brauchen, die sich um sie kümmert? Um ehrlich zu sein: Es hat nicht lange gedauert, bis ich die Antwort darauf erhalten habe. Gleich am ersten Wochenende war es soweit.

Die Jungs legen normalerweise gleich richtig los und kippen sich zu. Dann muss jemand da sein, an dessen Schulter sie sich ausweinen können, wenn sie ihren emotionalen Moment des Betrunkenseins erreichen. Allein schon, sie in einem Stück von A nach B zu bringen, kann eine riesige Herausforderung sein. In jedem Fall ist ein Guide eine sinnvolle Investition: Man spart Zeit und Geld, wenn man jemanden dabei hat, der sich in der Stadt auskennt.

Wie läuft so ein typischer Junggesellenabschied ab? 

Nachdem ich die Jungs vom Flughafen abgeholt habe und sie etwas gegessen haben, starten wir ins aufregende Budapester Nachtleben. Im Allgemeinen läuft es so ab: Wir quatschen erst einmal ein bisschen und ich frage, welche Art von Bars, Clubs und Kneipen und welche Musik sie mögen. So finde ich heraus, welche Locations am besten passen.

In Budapest gibt es ja jede Menge coole Orte. Meist steuere ich mit den Jungs dann ein paar Bars an, wo sie andere Leute treffen, sich unterhalten und Telefonnummern tauschen. Ich liebe diesen Teil des Abends, weil alles so locker und ungezwungen ist. Sie akzeptieren mich dann auch als Teil ihrer Gruppe, ich gehöre halt einfach dazu.

Nach einigen Stunden in Bars und Kneipen geht es in einen Nachtclub – das gehört nun einmal zu einem Junggesellenabschied dazu. Am nächsten Tag haben die meisten dann etwas Action gebucht, also Schießen, Paintball oder eine Bootsfahrt auf der Donau. Das hält die Gruppe zusammen, sorgt für eine gute Stimmung und schafft unvergessliche Erinnerungen.

Beim Paintball geht es um Gruppen-Spirit

Du sagtest, du gehörst irgendwie zur Gruppe dazu. Gibt’s also auch immer mal ein Bier?

Klar. Aber die Arbeit kommt immer zuerst. Wenn alles geschafft ist und alle relaxt sind, dann kann man als Guide auch ein bisschen mitfeiern. Die Jungs ermutigen uns dabei immer, auch was mitzutrinken, weil wir irgendwie Teil der Gruppe sind.

Bei Pissup ist das auch nicht verboten, es gibt also keine „Don’t trink and work”-Politik. Solange wir noch in der Lage sind, unseren Job gut zu machen, dürfen wir auch mal einen trinken.

Allerdings lehne ich inzwischen im Normalfall ab – weil ich Sport treibe und nicht zu viele Kalorien zu mir nehmen will. Früher war ich aber definitiv gut dabei.

Ist es eigentlich hart als weiblicher Junggesellenabschied-Guide unter 15 Männern?

Es ist nicht leicht, das steht mal fest. Die Jungs versuchen schon, mit dir zu flirten und erhoffen sich vielleicht auch mehr. Flirten ist dabei ok, aber danach gibt es dann eine klare Grenze. Ich komme inzwischen ganz gut mit solchen Situationen klar und weiß, wie ich locker damit umgehe.

Im Grunde lege ich gleich am Anfang die Regeln fest, damit sie wissen, was meine Rolle bei ihrer Party ist. Und dann passt das auch.

Wie reagierst du, wenn die Jungs versuchen, dich rumzukriegen?

Der Ton macht die Musik. Wenn sie freundlich und zuvorkommend sind, sehe ich es einfach als Kompliment. Wenn es körperlich wird, ziehe ich knallhart die Notbremse. Ich flirte schon und sehe das alles nicht so eng, aber manchmal ist es nicht ganz leicht, nett zu bleiben.

Gab es eigentlich mal eine richtig peinliche Gruppe?

Ich habe mir schon bei einigen gedacht: Oh mein Gott, was ist das denn? Aber ja, ich habe einen persönlichen Favoriten. Einmal war da eine Gruppe, die ich zum Gokart abholen wollte. Ich war also bei ihrem Hotel, alles war cool, wir kannten uns schon vom Vortag.

Wir fuhren zur Kartbahn. Dort haben die sich dann umgezogen – und kamen alle mit so einem Badeanzug raus, wie ihn Borat trug, also so ein Ding, das praktisch nur das beste Teil verdeckt. Das war irgendwie auch lustig. Auf der Kartbahn herrschten dann 40 Grad und die saßen mit dem blanken Hintern im Kart. Logisch, dass die sich den Arsch verbrannt haben. Aber alle haben tapfer durchgehalten.

Keni mit einer Gruppe

Keni und „ihre“ Jungs.


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