Mit Junggesellenabschied Filmen kann man sich einiges an Inspiration holen
November 10, 2015 | in: Blog

Von Filmen und Filmrissen – die coolsten Junggesellenabschied Filme

Die Geschichte von der wilden Party, die aus dem Ruder gerät und bei der der baldige Bräutigam nur mit Mühe und Not verhindern kann, dass auch noch seine Hochzeit schiefgeht – oft wurde sie schon in Filmen erzählt und hat in den meisten Fällen für ziemliche Lacher beim Kinopublikum gesorgt.

Vor allem Komödien thematisieren nämlich immer wieder die letzte große Party eines Mannes vor der Ehe. Neben einem hohen Unterhaltungswert leisten Junggesellenabschied Filme aber vor allem auch eines:

Sie dienen für viele reale Bachelor-Partys als Anregung, was man denn alles gemeinsam unternehmen könnte, und haben so einen großen Einfluss auf das wahre Leben.

Viva Las Vegas

Hangover

Selbstverständlich spielt auch die Handlung des wohl bekanntesten und erfolgreichsten Junggesellenabschied-Films „Hangover“ in der glitzernden Wüstenstadt. Der Plot in Kurzform: Doug bricht gemeinsam mit zwei Freunden und seinem zukünftigen Schwager zwei Tage vor der Hochzeit nach Las Vegas auf – stilecht im Mercedes-Cabrio, die Unterkunft ist eine teure Suite in einem Luxus-Hotel.

Natürlich wird in der Folge viel getrunken, am Morgen endet die Party mit einem Filmriss. Das Problem: Bräutigam Doug ist verschwunden. Also begeben sich die drei Freunde auf die Suche und finden dabei heraus, was sie im Laufe des Junggesellenabschieds alles angestellt haben – angefangen von der Spontan-Hochzeit von einem der Freunde mit einer Prostituierten bis hin zum Faustabgleich mit keinem Geringeren als Mike Tyson.

Während die Story in ihrer Gänze natürlich – der Unterhaltung wegen – hoffnungslos übertrieben ist, finden sich doch einige Grundbestandteile eines Junggesellenabschieds darin wieder.

So spiegeln sich der Traum vom Luxushotel, von der tollen Limousine, vom Casino-Besuch und natürlich von der letzten freien Nacht mit einer anderen Frau als der eigenen darin wider.

Das erklärt den Fokus, den viele Trauzeugen bei der Planung der JGA-Party auf eben diese Punkte legen: Bier, Brüste und Blingbling.

Nicht immer todernst – manchmal aber schon

Dass Junggesellenabschiede bis auf Filmrisse, Brechattacken und eventuell ein paar Peinlichkeiten, die für die Nachwelt auf Video festgehalten wurden, in der Realität in den allermeisten Fällen doch ziemlich harmlos ausgehen, scheint fast schon einem Wunder gleichzukommen, wenn man sich so manchen Film zum Thema ansieht.

Very Bad Things

Im Grunde gibt es da keinen, in dem nicht das Chaos ausbricht – und in denen es im schlimmsten Fall sogar Tote gibt. Zum Beispiel „Very Bad Things“: Auch hier beginnt der Film mit dem gewohnten Hollywood-Muster. Noch-Junggeselle Kyle bricht mit vier Freunden nach Las Vegas auf und will noch einmal richtig feiern. Selbstverständlich taucht eine Prostituierte im Hotelzimmer auf, die dann allerdings durch einen der Freunde versehentlich getötet wird. Was sich nun entspannt, ist ein bizarres, tiefschwarz-humoriges Schauspiel, wie die fünf Freunde sich der Leiche und ihrer Schuld entledigen können.

Hostel 3

Ist „Very Bad Things“ als Komödie angelegt und gilt für viele als Kult-Junggesellenabschied-Film, so entstammt der dritte Teil der „Hostel“-Reihe einem ganz anderen Genre. Wieder Las Vegas, wieder die letzte große Party vor der Ehe – nur dass es diesmal für manchen Protagonisten auch die letzte Feier seines Lebens sein wird. Als der Bräutigam nämlich erfährt, dass er von seinem besten Freund für einen Ritualmord auserkoren wurde, geht es nur noch ums nackte Überleben.

„Hostel 3“ dient dabei das Thema des Junggesellenabschieds nur als Grundhandlung für den Aufbau der Folterdramaturgie, durch die sich die mehrteilige Filmreihe auszeichnet – die im Übrigen nichts für schwache Gemüter ist und deshalb womöglich nicht die optimale Vorbereitung für einen gerade zu planenden JGA darstellt.

Lachmuskeltraining im Kinosessel

Bei vielen anderen Junggesellenabschied Filmen ist das aber zum Glück anders. Statt sich vor Angst verkrampft im Kinosessel festzukrallen, können sich die Zuschauer bei diesen eher auf das Training ihrer Lachmuskeln konzentrieren.

The Bachelor Weekend

In „The Bachelor Weekend“ begibt sich zum Beispiel eine Gruppe Männer auf die Suche nach ihrer Männlichkeit – und zwar tatsächlich einmal nicht in Las Vegas, sondern in den irischen Wäldern. Dort nämlich soll der Junggesellenabschied von Fionnan über die Bühne gehen, den dessen künftiger Schwager organisiert.

Neben ein paar von Fionnans Freunden reist auch ein weiterer Bruder der Braut mit, der sich sehr gut darin versteht, den anderen zu zeigen, was einen wahren Mann ausmacht – Verhaltensweisen, die zuletzt in der Steinzeit üblich waren, inklusive.

Für Trauzeugen, denen noch originelle und ausgefallene Ideen für den von ihnen zu planenden Junggesellenabschied fehlen, könnte der Film durchaus aufschlussreich sein.

Bachelor Party

Ein wahrer Klassiker unter den Junggesellenabschied-Filmen ist eines der frühen Werke von Tom Hanks, der 1984 erschienene „Bachelor Party“. Darin ringt sich Rick, der eigentlich dafür bekannt war, die Vorteile des Single-Lebens in vollen Zügen zu genießen, eines Tages dann doch dazu durch, seine Traumfrau zu heiraten.

Keiner seiner Freunde kann es glauben, und so organisieren alle gemeinsam eine aufregende Bachelor-Party, bei der Ricks Heiratspläne auf Herz und Nieren geprüft werden – und bei der auch die zuküftige Ehefrau und deren Mutter keine ganz unwichtige Rolle spielen.

Mein Junggesellenabschied

Sehenswert ist auch „Mein Junggesellenabschied“, in der es um den Junggesellenabschied desjenigen geht, der bisher in seinem Freundeskreis immer für die Planung der entsprechenden Partys verantwortlich war. Diesmal nun ist Ken selbst der Bräutigam.

Und weil er dafür berüchtigt war, seinen Freunden stets eine Bachelor-Party mit reichlich Streichen und fiesen Aktionen zu kredenzen, sehen diese nun den Tag der Rache gekommen. Blöd nur, dass ihnen dafür die nötige Kreativität fehlt.

Wenn Rentner noch einmal die Sau rauslassen

Dass Junggesellenabschiede nicht nur etwas für die Generation der 20- bis 30-Jährigen sind, zeigen einige Filme, in denen auch ältere Kaliber endlich den Schutz der Ehe suchen oder nach einer gescheiterten ersten Beziehung nun zum zweiten Mal vor den Traualtar treten wollen.

Auch diese Männer der Altersgruppe 50+ wollen dem auch im realen Leben zu beobachtenden Trend folgen und sich noch einmal kräftig amüsieren – denn warum sollte das nur den Jungspunden vorbehalten sein?

Las Vegas

In „Last Vegas“ hat der ewige Junggeselle Billy, der sich altersmäßig weit jenseits der 60 bewegt, mit der fast 40 Jahre jüngeren Lisa doch endlich noch einen Grund gefunden, einmal im Leben ein Ja-Wort zu geben. Und das muss natürlich gefeiert werden: mit einem Junggesellenabschied in Las Vegas mit den drei besten Freunden – wobei das mit den „besten“ bereits ein erstes Problem ist.

Dass so eine Bachelor-Party mit vier Rentnern nicht ohne Komplikationen abläuft, kann sich ja jeder denken. Der Film wartet dabei mit geballter Hollywood-Starpower auf. Neben Michael Douglas, der Billy spielt, trumpfen auch Morgan Freeman, Robert de Niro und Kevin Kline auf und schaffen es so, an ein Meisterwerk wie „Hangover“ heranzukommen.

Sideways

Eine ähnliche Herangehensweise wählten auch die Macher von „Sideways“, der allerdings trotz seines Hollywood-Hintergrunds ausnahmsweise mal nicht in Las Vegas spielt, sondern in einer kalifornischen Weinbauregion. Dort wollen Jack und Miles gemeinsam Jacks Junggesellenabschied feiern – allerdings nicht feucht-fröhlich, sondern eher gediegen bei einer Tour von Weingut zu Weingut.

Miles hat nach einer Scheidung eh keine wirkliche Lust auf den Bachelor-Krimskrams und organisiert nur aus Pflichtgefühl für seinen Freund dessen letzte große Party vor dem Ja-Wort. Jack wiederum hat seine ganz eigene Vorstellung von seinem Junggesellenabschied – ihm geht es darum, noch einmal so richtig die Sau rauszulassen, weil er schon ahnt, dass es nicht mehr allzu viele Gelegenheiten dazu geben wird. Und so entspinnt sich ein komisches Schauspiel, das 2004 sogar mit einem Oscar prämiert wurde.

Wie immer bei Komödien wird das Junggesellen-Thema in den genannten JGA Filmen durch die Regisseure so stark überzogen, dass sich der Zuschauer kaum vorstellen kann, dass so etwas tatsächlich passieren könnte. Sinn und Zweck ist ja auch vor allem zu unterhalten – und ein wenig natürlich, Anregungen zu liefern, wie man an eine Bachelor-Party herangehen könnte beziehungsweise was man lieber sein lässt.

Fakt ist, dass sich Junggesellenabschied Filme hervorragend eignen, um am Party-Tag selbst mit den Jungs in die richtige Stimmung zu geraten. Und womöglich kommt der eine oder andere Trauzeuge ja auch auf die Idee, ein Film-Thema aufzugreifen und den JGA um dieses herum zu konstruieren – inklusive verschwundenem Bräutigam und anschließender Schnitzeljagd, um ihn wiederzufinden…

 


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